Blogpost aus der Unterwelt

Hallo meine Lieben,

Ja ich hab mich hier mal wieder hin verirrt. Mein letzter Post war glaube ich im November und eine direkte Reaktion auf die Anschläge in Paris. Die darin von mir gezeichnete Zukunftsvision ist auch fast ein halbes Jahr später nicht eingetreten und ich bin heilfroh darüber. Natürlich gab es auch so noch andere Sachen, über die ich hätte schreiben können. Brüssel, Böhmermann vs. Erdogan, die AfD, TTIP. Hier in Deutschland ist das Leben grade so richtig toll, wenn man den Medien folgt. Aber nein, ich möchte hier auf dem Blog eigentlich nicht politisch werden.

Aber du bist doch sowieso gar nicht mehr hier!
Stimmt, rhetorische Frage aus dem imaginären Publikum. Doch das möchte ich nun ändern. Es kann ja schließlich nicht sein, dass ich diesen Blog nun immerhin schon drei Jahre habe und eigentlich nur in meinen ersten paar Monaten bis zum Tod meines Vaters wirklich richtig fett aktiv (und so) war. Deswegen habe ich mir vorgenommen nun jeden Donnerstag – ich hab Donnerstags nur eine Veranstaltung – einen Post zu schreiben und zu veröffentlichen.

Aber hast du das nicht schon mal gesagt?
Ja, wahrscheinlich schon. Nicht zuletzt, weil ich ja auch schon mehrmals versucht habe diesem Blog wieder ein bisschen mehr Leben zu verpassen und daraufhin dann erstmal bereits fertige Rayviews gepostet habe. Das werde ich auch wieder/weiter tun, denn ich hab natürlich in der Zwischenzeit den einen oder anderen Film gesehen und durchaus auch manche durch die Augen des Hobbyfilmkritikers, der ich bin. Unter anderem so tolle Titel wie: 500 Days of Summer, Sharknado 1 und 2, Les Miserables, Star Wars Episode VII und Deadpool. Zu all denen habe ich Notizen und ich möchte so viel wie möglich davon auch hier veröffentlichen. Zudem habe ich jetzt auch einen Netflix Account, wodurch ich Filme größtenteils nicht mal in schlechter Quali streamen muss.
Auch wenn ich merke, dass die Rayviews Serie auf meinem Blog eher nicht so ankommt (keine Reaktion darauf, versus ein Bisschen Reaktion auf „normale“ Posts) so werde ich sie trotzdem weiterführen. Ich weiß, dass ist durchaus ein bisschen egoistisch, aber so lange sich niemand wirklich offen darüber beschwert mache ich weiter.
Ebenfalls überlege ich vielleicht auch andere Serien hier auf diesem Blog zu beginnen, was das sein wird kann ich in diesem Moment jedoch noch nicht sagen.

Warum warst du überhaupt so lange weg?
Das ist eine ausgezeichnete Frage, imaginäres Publikum. Wie ich vielleicht erwähnt habe…*schaut im Blog nach* VERDAMMT! Okay, also hier das ganze in Kürze (Es wird dazu noch einen eigenen Post geben): Ich bin jetzt Student. Trotz, dass ich vor etwa genau einem Jahr noch nach einer Ausbildung suchte bin ich nun doch tatsächlich Student. Und ich liebe es. Besonders die Leute sind toll. Es ist so gleich und doch so anders, wie alles, was ich bisher kannte. Ihr fragt euch jetzt bestimmt, was ich studiere. Nun im Moment bin ich im zweiten Semester in empirischer Sprachwissenschaft mit dem Schwerpunkt Phonetik und Phonologie im Hauptfach und im ersten Semester in Englisch Studies (fancy Name für Anglistik) im Nebenfach.
Jedenfalls war das alles doch eine ziemliche Umgewöhnung für mich und auch zwischenmenschlich gingen einige Sachen vor sich. Ich hab öfter an dem Blog gedacht, aber hatte so oft einfach keine Muße zum schreiben, selbst wenn ich Zeit hatte. Es tut mir leid, okay? Falls ihr mir auf Twitter folgt (tut es, es ist ergiebiger als dieser Blog) so werdet ihr einige einige einige (Wiederholung impliziert große Menge) Updates in und aus meinem Leben ohnehin mitbekommen haben.

Nun verabschiede ich mich erstmal. Es war schön mal wieder hier zu schreiben, auch wenn das im Prinzip nichts weiter war. Es ist ein bisschen, wie einer Person zu schreiben, die man schon so lange nicht mehr gehört hat, dass die Schuldgefühle groß genug sind, dass man dann erst recht nicht schreiben möchte. Ihr kennt das bestimmt…oder?

Also dann bis demnächst 🙂

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Ein schlimmer Tag

Hey Leute,

es ist ein schlimmer Tag und ich glaube, dass es ein Tag ist, der auf diese Weise leider in die Geschichte eingehen wird. Wahrscheinlich habt ihr auch schon mitbekommen, was in den letzten Stunden und auch im Moment (14.11.2015 kurz vor 1 Uhr) in Paris abgeht. Terror, Ausnahmezustand. Angst und Schrecken. Und das alles ist so unglaublich nah.
Erst heute Mittag in der Uni hatte eine erzählt, wie sie letztes Weihnachten bei einer Freundin in Paris war und die Zugfahrt nur 6 Stunden dauerte. 6 Stunden Zugfahrt, wahrscheinlich nicht mal 2 Stunden mit dem Flugzeug. Es ist nah.
Die Bedrohung ist nah. Ich weiß, wie dämlich und klischeehaft es sich anhört, aber es ist leider genau so. Wenn so etwas in Paris passiert, dann kann es auch genau so gut in anderen großen Städten passieren. Ich bin jeden Tag in Frankfurt – der Bankerstadt schlechthin. Ein Sprengsatz in der U-Bahn, ein Amoklauf in der Uni. Es ist alles im Bereich des Möglichen und ich habe Angst. Denn das, was jetzt grade geschieht, es wird Einfluss haben. In Frankreich und auch hier in Deutschland, wo die Lage ohnehin grade sehr verzwickt ist. Wenn die Terroristen wirklich Muslime (die ja generell von den Medien als ISIS Anhänger generalisiert werden) und dann auch noch Syrer sind, so ist es ganz gewiss, dass jeder Fluchtling so unglaublich viel gefährlicher lebt, als ohnehin schon. Jeder wird jedem misstrauen, der irgendwie ein wenig südländisch aussieht. Auch mir und ich bin Deutscher, was man mir aber nicht ansieht. Und dabei ist es eigentlich genau das, wovor sie fliehen, oder?
Ich habe Angst, ich habe Panik. Ich will das nicht und ich finde das ungerecht. Und es kotzt mich jetzt schon an, dass diese ganzen rechten Spackos…dieses ganze Fascho Pack, jetzt wahrscheinlich genau ihre Stunde gekommen sieht. Sie werden rausgehen und brüllen. Das deutsche Volk soll bewaffnet und trainiert werden, um sich gegen den Terror zu wehren! Die Flüchlinge sollen doppelt und dreifach druchsucht werden! Verbannt jeden, der anders ist oder erschießt sie am besten!
Ich lese sowas jetzt schon teilweise auf Twitter und Facebook und es kotzt mich so unglaublich an. Genau so schrecklich finde ich diese Leute, die dann ernsthaft den Nerv haben in dieser Situation über das Fußballspiel heute Abend zu reden oder im Moment gegen die Bundesregierung zu hetzen. Klar auch hier ist wieder rechts agesagt. Die Nazis kamen auch damals schon an die Macht, da der Staat und seiner Regierung in einer schlechten Verfassung waren und die Gesetzgebung so etwas überhaupt zuließ. Ich hoffe nur, dass es diesmal nicht so weit kommt, denn wenn doch, so wird das wahrscheinlich der Untergang.
Vor allem aber, tun mir die Leute in Paris und die Angehörigen der Opfer leid. Ich kann mir nicht vorstellen, wie schecklich das sein muss, wenn jemand, den man kennt bei so einer Sache ums Leben kommt beziehungsweise einfach so und vollkommen ohne Grund aus dem Leben gerissen wird.

Und klar, wegen der Nähe zu Frankreich ist die Berichterstattung darüber auch weit ausführlicher, als über den Tsunami in Japan, der scheinbar auch mehr als 10.000 Menschen das Leben gekostet hat. Noch so viele mehr werden ihre Behausung oder ihren ganzen Besitz verloren haben.

Ein trauriger Tag.
Passt auf euch auf. Bleibt am Leben.

Rayview: Sex Tape

Hey Leute, hier ist ein weiterer Film, den ich letztes Jahr im Kino gesehen hab. Sogar auch unfegähr um die Zeit jetzt. Hier jedenfalls ist mein Review zu Sex Tape.

Wir haben ein schon seit einigen Jahren verheiratetes Ehepaar. Die beiden wollen ihr Liebesleben mit einem Sextape aufpeppen. Soweit ist das kein Problem, jedoch hat der Mann an alle Freunde iPads verschenkt, welche miteinander synchronisiert sind. Soll heißen: alle Verwandten, Freunde und Kollegen haben nun ebenfalls dieses Sextape. Das Paar versucht nun den Schaden so gut es geht einzugrenzen.
Ja, das ist wirklich schon alles, ohne zu viel zu verraten.

Meiner Meinung nach ist das so ein typischer Freitag Abend Film, für wenn man nichts besseres zu tun hat. Es hatte mich sehr an Bad Teacher erinnert, was aber vielleicht daran liegt, dass dort ebenfalls Cameron Diaz und Jason Segel mitspielen.
Die Thematik ist vor allem das technische Unverständnis meiner Elterngeneration. Dies find ich insgesamt eher peinlich als lustig. Wahlweise kann man es acuh als einen etwa 2 Stunden langen Apple und YouPorn Werbespot sehen.
Sex Tape kann man sich gern mal im Fernsehen anschauen, jedoch war mir hinterher der Kinoeintritt zu schade dafür.

Fun Fact: Die von Jack Black genannten „Konkurrenten“ YouPorns existieren wirklich und sind teilweise als Kanäle auf YouPorn vertreten. (Fragen, woher ich das weiß, werden geflissentlich ignoriert)

Rayview: Lucy

Hey Leute, letztes Jahr war ich im Kino und hab hier zufällig meine Notiz zu diesem Film gefunden. Hier also mein Review zu Lucy.

Zum Plot: Lucy wird von einem angeblichen Freund verarscht und muss eine Lieferung für ihn erledigen. In einer Reihe von unglücklichen Umständen bekommt sie große Packungen mit Drogen implantiert. Jedoch werden diese Packungen durch einen Unfall geöffnet, wodurch Lucy große Mengen der Droge aufnimmt. Ihre Hirnfähigkeit steigert sich immer mehr und mehr. Dies zeigt sich darin, dass sie eine übermäßig hohe Wahrnehmung und diverse Übersinnliche Fähigkeiten bekommt und über den Film hinweg immer weniger menschlich wirkt. Sie entscheidet, dass sie einen der besten Hirnforscher der Welt aufsucht. Dabei wird sie von der Polizei und den Handlangern des Drogenbosses verfolgt, der quasi für ihren Zustand verantwortlich ist.

Der Film war absolut nicht, was ich mir von dem Trailer und von allem, was ich vorher darüber gehört habe erwartet hatte. Er war in einer gewissen Weise eigenartig. Besonders das Ende ist glaube ich besser verständlich, wenn man high ist.
Zudem gab es in diesem Film auffällig viel Product Placement. Nicht zu vergessen der Fakt, dass das Film darauf aufbaut, dass der Mensch nur 10% seines Gehirns benutzt, was einfach komplett nicht stimmt. Ich fand ihn nicht wirklich sehenswert.

Rayview: Ex Machina

Hey Leute, wie ich in einem anderen Post schon mal erwähnt habe, war ich recht oft in der Sneak Preview Night des Kinos hier im Ort und hab auf diese Weise ganz viel Material für meine Reviews bekommen. Hier nun also der Rayview zu Ex Machina:

Erstmal zum Plot: Der Programmierer Caleb gewinnt die Lotterie seiner Firma und darf deshalb im abgeschiedenen Haus/Bunker des Chefs Nathan eine Woche mit ebendiesem verbringen.
Nathan hat eine hochintelligente KI (Künstliche Intelligenz falls ihr es nicht wisst) entwickelt, welche Caleb dem sogenannten „Turing Test“ unterziehen soll. Inhalt dieses Tests ist es zu überprüfen, ob die KI sich möglichst Menschenähnlich verhält. Wenn dem Tester kein Unterschied zwischen der KI und einem echten Menschen auffällt, gilt dieser als bestanden.
Caleb jedenfalls beginnt sich nun immer mehr emotional an Ava – die KI – zu binden. Außerdem fängt er immer mehr an Nathan zu misstrauen.

Ich fand diesen Film richtig gut gemacht, jedoch enthielt der Soundtrack an manchen Stellen geradezu Tinnitus-artige Töne, was diesen oft sehr lästig werden lies.
Die Thematik fand ich sehr interessant. Klar, das ist nicht der erste Film, der sich mit Themen, wie realistischer KI, der Definition eines Menschen oder auch das Motiv Kreation gegen Erschaffer beschäftigt. Auch die Referenzen im Film, wie etwa der Turing Test oder auch Marias Raum fand ich überaus interessant.
Allgemein ein sehr gelungener Film, der sich jedoch trotzdem des einen oder anderen Klischees bedient.

Ray vs. das FSJ

Hey Leute, mal wieder hat ein Post auf sich warten lassen und ich sollte wirklich wirklich mehr in diesen Blog schreiben. Das Gute ist, ich hab einige Notizen und bis Oktober Freizeit. also springen jetzt ein paar Posts für euch raus 🙂
Vielleicht fange ich sogar wieder an Posts über Musik zu machen. Vielleicht nicht grade wieder der Song der Woche, aber vielleicht eine Playlist für den jeweiligen Monat

So kurz bevor ich anfange zu studieren möchte ich euch erstmal noch erzählen, was ich letztes Jahr eigentlich so die meiste Zeit gemacht habe. Die ich in ein oder zwei Posts schon erwähnt habe, hab ich ein FSJ gemacht und ich möchte euch hier mal ein bisschen was dazu erzählen.

Mein Tag fing mit ein paar Stunden Vorbereitungen für den Tag oder einer wöchentlichen Besprechung an. Dabei war ich nur mit den Festangestellten Kollegen zusammen und kann euch sagen, dass sie im Prinzip nicht anders sind, als ein paar 16-Jährige. Lästern, Gruppenbildung, kleine Intrigen und Bosheiten – das übliche eben. Einziger Lichtblick war hier einer meiner wenigen männlichen Kollegen, mit dem ich prima über Video Spiele, Filme und Musik sprechen konnte.
Später kamen die Honorarkräfte und es wurde der Tag besprochen und eingeteilt wer wo hin geht.

Nach den Daily Words kamen die Ganztagskinder zum Mittagessen. Der blanke Horror! Die Kinder sind an 9er Tischen mit je einem Betreuer auf drei verschiedene Räume aufgeteilt. Es ist laut, es ist chaotisch, jeder Raum hat seine eigenen Regeln und an meinem Tisch funktionierte es immer am wenigsten. Die Kinder haben nur rudimentäre Tischmanieren und Konversation am Tisch war ohnehin fast unmöglich, da ich die meiste Zeit nur mit austeilen beschäftigt war und in den Zeiten dazwischen Kurz essen konnte. Leider hab ich dieses Verhalten auch ein wenig mit nach Hause genommen, weshalb meine Mom oftmals sagte, dass ich esse, wie als wäre ich im Gefängnis gewesen. Ich kann mich nicht entscheiden was schlimmer war: wenn die Kinder das Essen mochten (Pizza, Schnitzel, Nudeln) oder wenn sie es nicht mochten (Spinat, Suppe und als dishonorable Mention: Linsensuppe, die extra erwähnt werden muss).
Wenn sich die Kinder nicht benahmen, gab es Tischdienst und den leider nicht grade selten auch in Mehrfachbesetzung.

Nach dem Essen ging es nach draußen, bis die nicht-Ganztagskinder kamen und das Drama erneut begann. Das zweite Essen war meistens noch eine Spur schlimmer als das erste, da einige der Kinder mehr als nur frech, sondern geradezu dreist und beleidigend waren.

Nach dem zweiten Essen trat unsere Einteilung vom Morgen in Kraft. Ich beschreibe euch mal, was es da so alles gab.
– Der gelbe Raum: Hier gab es Spiele, Bauklötze und Lego. Es war größtenteils friedlich und ruhiger als in den anderen Räumen. Trotzdem hielten es öfter mal Kinder für nötig eine Bauklotzschlacht anzufangen.
– Der rote Raum: Ehrlich gesagt kann ich an einer Hand abzählen, wie oft ich dort war und dann auch nur übergangsweise. Es war der Raum, wo das wöchentliche Bastelangebot stattfand und wo die Leseecke war.
– Der blaue Raum: Dieser Raum war meistens sehr sehr ruhig. Zu verdanken ist das sowohl der dort ansässigen Küche und deren Personal, als auch der Puppenecke, die halt wirklich nur von Mädchen benutzt wurde, wie man erwarten würde.
– Der Bewegungsraum: Für jemanden wie mich, der Ruhe, Ordnung und Gerechtigkeit in einem Raum haben wollte, war das quasi die pure Hölle. Es war laut, es wurde sich mit Schaumstoffblöcken geprügelt und niemand gab einen Scheiß drauf, wenn ich jemanden angeschnautzt hab, dass man Erstklässlern nicht extra noch eine verpassen muss, wenn sie schon am Boden liegen. Wenn ichs recht bedenke hätte ich dort einen kleinen Fight Club aufbauen können. Verdammt!
– Der Schulhof: Joa, ganz normaler Schulhof halt. Die Mädels seilspringen, die Jungs spielen Fußball. Im Prinzip genau, wie auch früher bei mir. Es war echt entspannt, außer im Winter, wo der Schnee geradezu zu Unfällen und Schneeballschlachten eingeladen hat.

Außerdem hatte ich noch zwei Sachen, die außerhalb der Betreuung waren.
Für fast einige Monate war ich quasi Co-Leherer in einer zweiten Klasse. Das war ziemlich cool. Die Kinder hörten auf mich und verstanden meine Erklärungen und einige wollten sogar extra nur mit mir diverse Aufgaben lösen und nicht mit ihrer Lehrerin. Diese war übrigens auch ziemlich cool, was wahrscheinlich auch daran liegt, dass sie einen Bruder in meinem Alter hat.
Das andere war mein eigener kleiner Gitarrenkurs. Ich hatte drei Viertklässlerinnen, denen ich verzweifelt beizubringen versuchte, wie man Akkorde spielt. Dabei musste ich mir von ihnen so gut wie jedes Lied aus Frozen in einer fruchtbar schiefen Version von ihnen anhören.

Ja, das war kurz umrissen mein FSJ. Es war schön, es war schlimm und ich kann noch so viele Geschichten erzählen, die aber wahrscheinlich den Rahmen eines Posts sprengen würden. Abgesehen davon ist das hier glaube ich ohnehin mein längster Post bisher.

Ein Abschied, irgendwie

Hey Leute, ich bins nach langer Zeit mal wieder.
In letzter Zeit war ich oft mit einer Gruppe von Freundinnen in der Sneak Preview im Lokalen Kino und es liefen ein paar echt tolle und interessante Filme. Einige davon werde ich hier demnächst noch reviewen. Aber allem voran, möchte ich etwas ganz anderes erzählen.

Eine gute Freundin von mir ist Teil dieser Gruppe. Sie wird demnächst in die Schweiz ziehen und dort studieren. Natürlich, sie ist nicht aus der Welt, aber es nimmt mich sehr mit.
Ich trug das Wissen, dass sie gehen wird nun schon einige Zeit mit mir rum, versuchte aber stets, dieses Faktum zu ignorieren. Sie wird nicht mehr ne gute halbe Stunde mit dem Rad weg wohnen, sondern eher mehrere Stunden mit der Bahn oder einem Fernbus oder vielleicht sogar eine nicht so lange Zeit mit dem Flugzeug. Der Punkt ist, sie wird weg sein und das macht mich traurig.

Ich habe schon oft irgendwie mitbekommen, wie Bekannte von mir zur anderen Seite des Landes gezogen sind. Nach Berlin, nach Hamburg, Köln, München. Aber es waren niemals wirklich enge Freunde von mir.
Klar kenne ich einige Leute, die für einen bestimmten Zeitraum im Ausland waren. Auch da habe ich schon eine kleine Krise für mich selbst geschoben, aber ich war noch nie in dieser Situation.

Ich möchte dir in diesem Post für alles irgendwie danken. Für alles. Für die Ukulele, das Songbook, die Freunde, die ich durch dich kenne, die Inspirationen und Ideen, die kleinen Szenen und die großen, das für mich da sein und an mich glauben, wenn ichs grade nicht getan habe. Und auch danke für all die Konzerte, die du dir von mir angesehen hast, ich liebe es ein bekanntes Gesicht von der Bühne zu sehen, aber ich liebe es noch mehr, wenn Leute im Publikum auch noch abgehen. Danke für alles, auch das, was mir jetzt nicht einfällt.

Bis Freitag

Und an alle anderen: ich werde ganz ganz viele Reviews schreiben und auch noch meine Erfahrungen aus meinem FSJ mitteilen. Bis demnächst